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Verhaltenstherapie lernen Nürnberg

Kognitive Verhaltenstherapie

Heilpraktiker Psychotherapie

Die Verhaltenstherapie wurde in den 50iger Jahren des letzten Jahrhunderts von Skinner begründet, der sich v.a. auf die Experimente von Pawlow bezog. Hieraus entwickelte sich das sog. „Behavioristische Forschungsparadigma“ (engl. behavior = Verhalten). Man kann sagen, dass die Verhaltenstherapie (VT) die jüngere Schwester der Psychoanalyse ist. Die Psychoanalyse betonte verborgene unbewusste Konflikte und legte dem psychischen Geschehen anfangs ein physikalisches energetisches Triebmodell zugrunde (siehe 4.2). Die klassische VT hingegen unterstrich, oft in absichtlicher Abgrenzung, das beobachtbare Verhalten und die Anwendung wissenschaftlich beweisbarer psychologischer Gesetze zur Erklärung und Veränderung psychischer Störungen (Zarbock). Das Ziel der VT war es, konkret zu verändern und es nicht nur bei einer Erkenntnis über mögliche Störungsursachen zu belassen. Dennoch muss behauptet werden, dass anfänglich einige Verhaltenstherapeuten ein gewisses Unbehagen bei diesem radikalen Ansatz spürten, denn eine Beschränkung auf das reine Verhalten hielten viele für zu kurz gegriffen. Innerseelische Prozesse konnten jedoch nach radikal behavioristischer Ansicht nicht wissenschaftlich erklärt werden und wurden daher für die Therapie als unbedeutend abqualifiziert. Dieser „Reduktionismus“ - dieses „black box“-Modell des Menschen (nur äußeres Verhalten ist wissenschaftlich beobachtbar) wurde im Laufe der weiteren Entwicklungen der VT durch kognitive (Margraf, 2000) und emotionale Ansätze (Lammers, 2007) erweitert. Die Biografie des Patienten und ihre subjektive Bedeutung wurde und wird jedoch trotz der kognitiven und emotionalen Wende bei der Therapiekonzeption und –durchführung in der VT oft noch nicht hinreichend berücksichtigt.

Wenn man nun von den tatsächlich ausgeübten Behandlungstechniken ausgeht, haben sowohl Verhaltenstherapie wie auch Psychoanalyse ihre Vorläufer in der Hypnose- und Suggestivtherapie des 19. Jahrhunderts. Hier wurden u.a.schon Übungen, Vorstellungskorrekturen und auch psychisches „Abreagieren“ angeboten.

Die Kognitive Wende - Kognitive Therapie

Verhaltenstherapie ist heute eines der einflussreichsten und am besten empirisch belegten Therapieverfahren zur Behandlung psychischer Störungen. Die sog. „kognitiven Wende“ (auch „zweite Welle“) ersetzte ein wenig die klassischen Ansätze, die stark behavioristisch ausgerichtet waren (klassisches und operantes Konditionieren). Die mit dieser Entwicklung verbundenen und in der Kognitionspsychologie verankerten Herangehensweisen führten schließlich zur „Kognitiven Verhaltenstherapie“. Hier sind vor allem folgende Namen zu nennen: Ellis, Beck, Meichenbaum, A. Lazarus, Mahoney, Maultsby in der klinischen Psychologie als Vorreiter der kognitiven Wende und in der Forschung v.a. Heider, Kelly, Bandura. Diese Entwicklung ist noch nicht vollends abgeschlossen und bringt bis heute interessante Interventionen hervor. Diese oft als „dritte Welle“ der VT bezeichneten „meta-kognitiven“, „dialektischen“, „schemafokussierten“, „achtsamkeitsbasierten“ oder „interpersonellen“ Programme haben sich inzwischen bewährt, sind jedoch noch nicht zweifelsfrei etabliert.

Der Grundsatz der VT: Das Symptom ist das Problem – und was erlernt wurde (meist schon in der frühen Kindheit), kann auch durch neue Lernprozesse wieder verlernt bzw. „abtrainiert“ werden. Die VT umfasst eine große Anzahl verschiedener therapeutischer Techniken und Behandlungsstrategien, die einzeln oder miteinander kombiniert eingesetzt werden.

Wo kann die Kognitive VT eingesetzt werden?

Die VT kommt v.a. bei folgenden Störungsbildern zum Einsatz:

  • Depressionen
  • Ängste: Panikstörungen, Phobien, soziale Ängste, generalisierte Angst
  • Zwänge
  • Symptome nach belastenden und/oder traumatischen Ereignissen
  • Essstörungen
  • chronische Schmerzen
  • körperliche Erkrankungen mit psychischen Begleiterscheinungen
  • Schlafstörungen
  • sexuelle Funktionsstörungen
  • Drogenmissbrauch
  • Persönlichkeitsstörungen

Inhalte: Ausbildung Kognitive Verhaltenstherapie

In der VT-Ausbildung werden Sie mit folgenden Verfahren konfrontiert:
- Mikro-und Makroanalyse
- Konfrontationsverfahren
- Systematische Desensibilisierung
- Expositionsverfahren
- Operante Therapieverfahren
- Biofeedback

Folgende Kognitive Therapieansätze werden geschult:
- Rational-Emotive-Therapie nach Ellis (RET/REVT–Rational-Emotive Verhaltenstherapie)
- Kognitive Therapie nach Beck
- Stressimpfungstraining nach Meichenbaum

Folgende Therapiemethoden werden ebenfalls geschult:
- Gedankenstopp
- Selbstverbalisationstraining
- Sokratischer Dialog
- Anleitungen zum Kompetenztraining
- Problemlösetraining
- Stressbewältigungstraining (Entspannungsverfahren)
- Modelllernen und Rollenspiele
- Verhaltens-, Ziel- und Problemanalysen in der VT

Kosten und Dauer der Ausbildung - Kognitive VT

Wir bieten eine erschwingliche Ausbildung mit hohem Qualitätsstandard. Daher sind Sie bei uns genau richtig. Sie absolvieren die Ausbildung Kognitive VT in 16 Unterrichtseinheiten (je 3 Stunden). Hieraus ergibt sich ein Zeitraum von ca. einem dreiviertel Jahr (Ferien ausgenommen). Am Ende der Ausbildung bekommen Sie ein entsprechendes Zertifikat, welches Ihnen von unseren Dozenten ausgestellt wird.

Kosten der Ausbildung Kognitive Verhaltenstherapie (KVT):

1.800 €

Wir freuen uns darauf, Sie in unserer Ausbildung begrüßen zu dürfen. Sollten Sie Fragen haben, können Sie uns jederzeit kontaktieren.